Kreativwerkstatt - Grabstein

Ein Teil des Ganzen

Dieses Grabmal lässt einen Blick durch das Feststehende, also auch den in Stein gemeißelten Tod, in die Zukunft zu, somit auch was wörtlich dahinterliegt und noch kommen mag. Die Edelstahlrohre spiegeln durch ihre glatte, scheinende Oberfläche die sonnigen und fröhlichen Tage des Lebens wider. Der Stein steht für das feststehende, nicht mehr zu verrückende Verscheiden des Beerdigten. Die Hinterbliebenen können rings um den Stein bepflanzen und so ihrer Vorfahren gedenken. In die vierkantigen Edelstahlrohre können auch Dekorationsartikel, sowie Blumen und Lichter gestellt werden, die den Trauernden beim Erinnern helfen und für die Toten stehen.

 

 

 

Die Daten der Verstorbenen sind, passend zum Gesamtbild des in Quadern bestehenden Denkmals, in Blockschrift gewählt. Sie sind handwerklich eingebracht und erreichen dadurch eine intensive Tiefenwirkung, die gute Lesbarkeit verspricht. Um die Lesbarkeit auch aus einiger Entfernung versprechen zu können, werden die Lettern farbig gefasst.

 


Lebensweg

In Anbaugebieten kennt sie jeder oder gehört sogar selbst dazu – die Weinliebhaber. Da liegt es nah, seine große Leidenschaft auch auf seinem Denkmal zu verewigen, denn genau so hat man den Verstorbenen gekannt und in Erinnerung. Die verschiedenfarbigen Weinflaschen fangen das Licht ein und lassen die Reflektionen auf dem Grabstein funkeln und tanzen, als wäre die Seele des Toten anwesend und fast schon greifbar. Vervollständigt werden die halbierten Bäuche der Flaschen durch eine, in den Sandstein eingearbeitete Hohlkehle, welche die selbe Rundung aufweist. Durch diese Rinne kann man vereinzelt gefangene Regentropfen perlen sehen, die sich ihren Weg durch all die Flaschen bahnen, als würden sie mit ihnen anstoßen und schlussendlich im Erdreich verschwinden. Die Stelenform zeigt den Lebensweg des Verstorbenen, verjüngt sich nach oben hin und läuft dünn und spitz aus, da auch der letzte Lebensabschnitt und somit der Tod, nur einen Bruchteil des Ganzen ausmacht.

 

 

 

Im Bereich neben den angebrachten Weinflaschen sind sowohl der oberhalb stehende Nachname als auch die Daten des Verstorbenen darunter eingearbeitet. Die Schrift befindet sich recht weit unten in der Fläche, damit die aufstrebende Stelenform nicht unterbrochen wird und dadurch gedrungener wirkt.