Landesgartenschau 2015


Grabmal:           Doppelgrab „Lebensband“

Maße:                 140cm + 15cm / 60cm / 30cm

Material:           Belgisch Granit und Edelstahl

 

 

Erläuterung:

 

Der Konzeption dieses Grabmals liegt der Spruch

„Ein einziges Band läuft meinen Weg des Lebens entlang und verbindet alles“zugrunde.

Das Grabmal aus Belgisch Granit greift die Aussage durch ein Edelstahlband auf, dass sich um den sich in der Mitte verjüngenden Stein windet. Der Anfang und das Ende des Bandes laufen in die Erde. Dies wiederum bezieht sich auf den Anfang und das Ende des Lebens (Symbolik: Alpha – Omega). Die Buchstaben werden innerhalb des Bandes ausgestanzt und laufen aufrecht am Stein entlang. Um den Inhalt des Spruches aufzunehmen, muss der gesamte Stein, Vorder- wie Rückseite,  vom Betrachter in Augenschein genommen werden. Die Auseinandersetzung mit der Gestaltung des Grabmals zielt somit auch auf eine konkrete Auseinandersetzung mit dem verstorbenen Menschen. Dies kann einen wichtigen Beitrag zur aktiven Trauerarbeit leisten.

 

Bearbeitung:

Von unten Grob nach oben Fein gespitzt und überschliffen.


Grabmal:           Einzelgrab „Das fließende Jetzt“

Maße:                 110 cm + 15cm  / 45 cm / 16 cm

Material:           Frankendolomit, Cortenstahl

            

 

 Erläuterung:

 

Jeder Mensch befindet sich auf einem Weg der am Ende zum Übergang in eine andere Welt führt. Dieses Grabmal knüpft daran an und verdeutlicht mit Hilfe des Spruchs

 „Das fließende Jetzt macht die Zeit, das stehende Jetzt macht die Ewigkeit“  einerseits die Endlichkeit dieses Weges als auch dessen Bedeutung. Betont wird das Ende des Weges durch eine erhabene Unterbrechung im oberen Drittel des Grabmals, dass sich sowohl von der Oberflächengestaltung als auch von der angenommenen Höhe deutlich absetzt. Der Weg geht jedoch weiter: Die Unterbrechung beziehungsweise der Tod stellen nicht den Endpunkt dar.  Dies verdeutlicht ein Stahlband, dass sich vertikal durch den gesamten Stein einen Weg bahnt. Die rostigen Cortenstahlbänder sind in den Stein eingelassen und gehen dabei eine Verbindung mit diesem ein. Durch den Regen, dem der Stein auf dem Friedhof ausgesetzt ist, verbindet sich der Rost mit dem Regenwasser. Dieses rinnt den Stein hinab und hinterlässt auf dem Grabmal seine Spuren. Der Stein als das „Stehende Jetzt“ symbolisiert somit auch die Ewigkeit und das Gedenken an den verstorbenen Menschen. Die Spuren haben auch über seinen Tod hinaus Bestand.

 

Bearbeitung:

 

Zwei Kanten bossiert, Rest scharriert mit verschiedenen Richtungen, Unterbrechung erhaben Grob ausgeflext. Stahlband aus Cortenstahl jeweils in Stein vertieft.


Grabmal:      Einzelgrab „Welten“

Maße:           110 cm + 15 cm / 45 cm / 16 cm

Material:      Jura, Glas


 

Erläuterung:

 

Dieses Grabmal zeigt durch seine geometrische Form und seine Oberflächenbearbeitung das Nebeneinander von zwei Welten: Dem Diesseits und dem Jenseits. Die Sonne beziehungsweise das Licht (Durchbruch mit gelbem Glas) stellen die Verbindung zwischen diesen Welten dar. Die beiden Seiten sind sowohl in Ihrer Formgebung als auch durch einen vertikal verlaufenden Absatz voneinander abgegrenzt. Die Verbindung stellt das runde Glaselement dar, das von einem Spruch umrahmt wird: „Die Sonne scheint immer, es sind nur manchmal Wolken dazwischen oder andere Welten.“ Dieser Spruch findet sich auch in der Gestaltung des Grabmals wieder. Der Durchbruch lässt immer Licht durch das Grabmal scheinen und die beiden nebeneinander existierenden Welten werden durch die geteilte Oberfläche repräsentiert.

 

 

Bearbeitung:

 

Links: Leicht nach oben auslaufend gebeilt

Rechts: Grob gespitzt


Grabmal:      Doppelgrab „Reisender“

Maße:           110 cm + 15 cm / 120 cm / 20 cm

Material:      Serpentinit und Anröchter Dolomit gewolkt

 

 

Erläuterung:

 

Das Grabmal „Reisender“ symbolisiert den Übergang vom Diesseits ins Jenseits. Verdeutlicht wird dies durch einen Monolith (Serpentinit), der durch eine Holzbrücke in Verbindung zu einer Stele (Anröchter Dolomit, gewolkt) steht. Deren Querseite zeigt ein menschliches Relief, den „Reisenden“, der sich auf dem Weg in eine andere Welt befindet.

Das Grabmal greift den transzendenten Gedanken auf und schlägt darüber hinaus eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Der „Reisende“ wird außerdem durch eine Holzfigur symbolisiert, die sich auf der Brücke befindet. Die Brücke dient dazu, die Lebensdaten des Verstorbenen zu halten. Dies markiert somit in konkreter Weise die Länge der Brücke beziehungsweise die Dauer des Weges und des Lebens.

 

 

Bearbeitung:

 

Serpentinit Findling naturbelassen. Stele in Anröchter scharriert, Figürliche Darstellung teilplastisch. Holzelemente werden in Stein vertieft.


Entwürfe für Landesgartenschau 2015


Entwicklung der Denkmäler