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RUHERÄUME / GRABMAL-KUNST VON JOCHEN BARTH

Fachzeitschrift Naturstein - Ausgabe 11 / 09


Unter dem Titel >>Ruheräume<< gab Steinmetz- und Steinbildhauermeister Jochen Barth in der Galerie Handwerk in Herrstein bei Koblenz Einblicke in sein Schaffen. Er zeigte individuelle Grabmale und machte deutlich, wie sie entstehen.


Jochen Barth lädt seine Kunden dazu ein, die Grabstätte, die sie erwerben, mitzugestalten. "Die Grabstätte wird so zu einem ganz persönlichen Ort des Andenkens, der Trauerbewältigung und des Trostes", erklärt er. Auf Einladung der HWK Koblenz stellte der Steinmetz und Steinbildhauermeister aus Kirn deshalb in der Galerie Handwerk in Herrstein vom 20. September bis 31. Oktober auf rund 70m² personenbezogen gestaltete Grabmal in Kombination mit Vorüberlegungen und gezeichneten Entwürfen vor. "Der Friedhof wir als Ort der Erinnerung in Frage gestellt. Diesem Trend gilt es entgegenzuwirken", so Barth zu seinen Beweggründen.


BUNDESGARTENSCHAU 2011 in KOBLENZ

Bild: Stele in grünem Schiefer mit eingearbeiteten Kupferband und Holzelement. Die Grabstele in Naturstein war eine von zwei Stelen, die Bildhauer Barth auf der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz ausstellte.
Grabstele "Fachwerk" von Jochen Barth, Steinmetz in Simmertal

Einzelgrab "Fachwerk"

 

Dieses Grabmal wurde für einen selbstständigen Zimmermann entworfen, der sich stark mit seinem Werkstoff Holz verbunden fühlte.

 

Das Holzelement besteht aus einem Konstruktionsteil eines Fachwerkaufbaus, welches im Wesentlichen zu der Arbeit eines Zimmermanns gehört.

 

Der Verstorbene war ein sehr geradliniger und zielorientierter Mensch, der alle Entscheidungen gerne selbst traf und wenig aus der Hand geben wollte. Diese Charaktereigenschaften spiegeln sich auch in diesem Entwurf, der sehr geradlinig und eindeutig in seiner Formgebung ist.

 

Das Schriftband umschließt das Grabmal und verläuft ohne Unterbrechung. Diese Auffassung hatte der Verstorbene auch in Bezug auf sein berufliches Schaffen und Wirken.

Bild: Stele in beigem Kalkstein mit eingearbeiteten Stahleinsätzen. Die Spuren von Rost symbolisieren die Spuren des Menschen. Die Grabstele in Naturstein war eine von zwei Stelen, die Bildhauer Barth auf der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz ausstellte.
Grabstele "Spuren" von Jochen Barth, Steinmetz in Simmertal

Einzelgrab "Spuren"

 

Jeder Mensch hinterlässt in seinem Leben Spuren. Dieses Grabmal knüpft an diesen Gedanken an und verdeutlicht die Fülle und Unterschiedlichkeit dieser Spuren. 

 

Die rostigen Eisenplatten sind in unterschiedlichen Höhen in den Stein eingelassen. Durch den Regen, dem der Stein auf dem Friedhof ausgesetzt ist, verbindet sich der Rost mit dem Regenwasser, dieses rinnt den Stein entlang und hinterlässt auf dem Grabmal seine Spuren.

 

Diese Idee soll an die Einzigartigkeit des Verstorbenen erinnern, der auch Spuren im Leben seiner Mitmenschen hinterlassen hat. Diese Spuren haben auch über seinen Tod hinaus Bestand.